Er schnitt Käse, erzählte vom späten Schnee und zeigte eine Mulde, in der der Wind immer aus Süden weht. Wir schwiegen, probierten, nickten. Später roch der Rucksack nach Rauch und Heu. Noch heute finde ich seine Worte im Takt langer Anstiege wieder, als wärmen sie Waden und Gedanken zugleich.
Abseits der Markierung, doch auf legalem Pfad, plätscherte Wasser so leise, dass nur stilles Stehen es hörbar machte. Hände tauchten, Stirn kühlte, die Welt ordnete sich. Auf der Karte ein namenloser Punkt, im Gedächtnis ein Fixstern. Solche Orte lehrt Geduld, nicht Hast, und sie bleiben, wenn Fotos verblassen.
Am Waldrand saßen wir zu dritt: Slowenisch, Italienisch, Deutsch. Kein Wörterbuch, nur Hände, Lachen, Karte. Wir tauschten Pfadideen, Sonnenstände, Käsebrote. Beim Aufstehen fühlte sich der nächste Kilometer kürzer an, obwohl die Steigung blieb. Freundlichkeit verkürzt keine Strecke, doch sie hellt sie auf, wie Licht durch Blätterdächer fällt.
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